
Der Senat von Jamaika hat den Gesetzentwurf der Casino (General) Gaming Regulations 2025 genehmigt. Dieses Mandat ermächtigt die karibische Nation, stationäre Casino-Resorts und Investitionen zu lizenzieren und zu regulieren.
Der am Freitag, dem 17. April, gebilligte Gesetzentwurf wird es der Casino Gaming Commission (CGC) ermöglichen, die „Grundgesetze“ des Casino Gaming Act zu aktivieren. Dieses legislative Mandat zur Entwicklung eines Regulierungsrahmens für Casinos in Jamaika wurde im Jahr 2010 initiiert.
Die Spielverordnungen waren erforderlich, um das Gesetz zu vervollständigen. Sie legen detaillierte Bestimmungen zu Lizenzanforderungen, Managementqualifikationen, Aufzeichnungspflichten, Lizenzgebühren und -abgaben sowie zu den Befugnissen der Kommission in den Bereichen Inspektion und Durchsetzung fest.
Da der Rahmen nun vorhanden ist, wird Jamaika sein Integrated Resort Development (IRD)-Modell umsetzen. Dabei müssen Casinos als Teil groß angelegter Tourismusprojekte und nicht als eigenständige Einrichtungen betrieben werden.
Jedes IRD muss bedeutende Nicht-Spielangebote wie Hotels, Unterhaltung, kulturelle Attraktionen und familienorientierte Erlebnisse umfassen.
Die Vorschriften führen auch strenge Maßnahmen für verantwortungsvolles Spielen ein. Sie verpflichten die Betreiber, Systeme zur Altersverifikation, Werbekontrollen, zum Schutz gefährdeter Personen und zur Überwachung der Spielaktivitäten über stationäre und digitale Kanäle zu implementieren.
Ein spezieller Rechtsrahmen für stationäre Casinos und IRDs war erforderlich, da das primäre Glücksspielgesetz Jamaikas, der Betting, Gaming and Lotteries Act von 1965, keine Bestimmungen für Casino-Resorts enthielt – es beschränkte sich auf Sportwetten, Spielautomaten-Konzessionen und Lotterien.
Das Gesetz von 1965 übertrug die Aufsichtsbefugnisse für die Durchsetzung von Glücksspielregelungen in Jamaika der Betting, Gaming and Lotteries Commission (BGLC).
Allerdings unterliegen Casino-Resorts nun der Aufsicht der Casino Gaming Commission (CGC), die die Verantwortung für die Umsetzung eines spezifischen Rahmens für stationäre Casino-Standorte übernimmt.
Premierminister Andrew Holness hat bekräftigt, dass die Regierung nicht beabsichtigt, Jamaika als ein von Casinos geprägtes Reiseziel zu positionieren. Stattdessen soll das IRD-Modell genutzt werden, um das touristische Angebot des Landes zu diversifizieren und gleichzeitig eine strenge regulatorische Aufsicht beizubehalten.
Das erste Projekt, das voraussichtlich unter dem neuen Rahmenwerk voranschreiten wird, ist das 500 Millionen US-Dollar teure Princess Resort IRD, das nun den formalen Lizenzierungsprozess durchlaufen kann.
Das IRD-Projekt ist darauf ausgelegt, ein Casino in ein umfassenderes Luxus-Gastgewerbeangebot zu integrieren. Es verbindet das Spielresort mit Strandunterkünften, Veranstaltungsorten und Freizeiteinrichtungen, im Einklang mit Jamaikas Politik, eigenständige Casinos zu vermeiden.
Das Resort wird von Spaniens Princessa Hotels & Resorts unterstützt und ist Teil einer breiteren Tourismusinvestition, die für die Gemeinde Hanover und die bestehenden Immobilien Princess Grand Jamaica und Princess Senses The Mangrove reserviert ist.
Der CGC-Vorsitzende Clovis Metcalfe wird die Einführung von Jamaikas Integrated Resort Development (IRD)-Modell überwachen und die Markteinführung der ersten Casino-Resorts des Landes unter dem neuen regulatorischen Rahmen leiten.
Die Führungsspitzen der CGC und der BGLC haben ebenfalls ihre Offenheit für Gespräche über die Bildung einer einheitlichen Aufsichtsbehörde für Jamaikas Glücksspielsektor signalisiert. Dies würde die Aufsicht über Pferderennen, stationäre Spiele und Sportwetten-Konzessionen unter einer einzigen Behörde zusammenführen.
Die Genehmigung der Vorschriften markiert einen bedeutenden Meilenstein für Jamaikas Spielesektor. Sie führt den Markt von einem langjährigen legislativen Rahmenwerk zu einem voll funktionsfähigen Regime über und öffnet die Tür für internationale Investitionen unter klaren und durchsetzbaren Regeln.