Offenheit und Zusammenarbeit sind die Strömung unserer Zeit; gegenseitiger Nutzen und Win-Win-Ergebnisse sind das Streben der Völker. Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping betonte, dass China seine Politik der Öffnung auf hohem Niveau konsequent weiter ausbauen, die Liberalisierung und Erleichterung von Handel und Investitionen fördern, seine Entwicklungschancen weiterhin mit der Welt teilen, um so zusätzliche positive Impulse und mehr Stabilität für die globale Entwicklung zu generieren. Die Grundzüge des 15. Fünfjahresplans sehen explizit vor, die hochrangige Öffnung nach außen weiter auszuweiten, was ausländischen Unternehmen enorme Marktchancen in China eröffnet. Suzhou setzt die Maxime, wonach „Chinas Türen sich immer weiter öffnen werden“, entschlossen um. Die Stadt integriert sich tiefgreifend in die nationale Öffnungsstrategie, hebt die Zusammenarbeit mit Deutschland auf eine neue Ebene und beschleunigt die hochwertige wirtschaftliche Entwicklung.
Unter dem Motto „Gemeinsam die Zukunft gestalten“ hat der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) am 15. April in Berlin den Mittelstandsgipfel 2026 feierlich eröffnet. Der Gipfel verbindet Konferenz und Fachmesse zu einem integrierten Format und gilt als eines der bedeutendsten Innovationsforen für den europäischen Mittelstand. Im Rahmen der Veranstaltung fand das „Fachforum für die deutsch-chinesische Mittelstandskooperation & Industrie-Matchmaking Suzhou-Deutschland“ statt. Der Fokus lag hierbei auf industriellen Synergien, der passgenauen Vernetzung von Unternehmensbedarfen sowie der Vertiefung einer pragmatischen Win-Win-Zusammenarbeit. Unter den hochrangigen Gästen befanden sich Rudolf Scharping (ehemaliger SPD-Vorsitzender und Vorstandsvorsitzender der RSBK AG), Ke Zhizhong (Direktor des China Economic Cooperation Center), Chen Gao (Parteisekretär der Stadt Taicang) sowie Ji Hengyi (stellvertretender Direktor der Entwicklungs- und Reformkommission von Suzhou und Leiter des Investitionsförderungszentrums), begleitet von zahlreichen Vertretern der deutsch-chinesischen Wirtschaft.

Chen Gao erinnerte daran, dass Generalsekretär Xi Jinping zu Jahresbeginn beim Treffen mit Bundeskanzler Merz die Leitlinie für die bilateralen Beziehungen vorgegeben habe: China und Deutschland sollten sich als verlässliche Partner der gegenseitigen Unterstützung, als innovative Partner für Offenheit und beiderseitigen Nutzen sowie als Partner des kulturellen Austauschs und der Völkerverständigung begegnen. In den vergangenen 33 Jahren hat Taicang eine enge und kontinuierliche Zusammenarbeit mit Deutschland aufgebaut. Dabei ist ein breit aufgestelltes Kooperationsgefüge entstanden, das wirtschaftliche Zusammenarbeit, kulturellen Austausch und Städtepartnerschaften umfasst. Heute zählt Taicang zu den führenden Standorten deutscher Unternehmen in China – sowohl hinsichtlich der Unternehmensdichte als auch der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Zugleich nimmt die Bekanntheit der Stadt in Deutschland stetig zu. Künftig will Taicang seine Rolle als Brücke der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit weiter ausbauen. Im Fokus steht die Verknüpfung deutscher Stärken in Produktion und grüner Technologie mit den chinesischen Kompetenzen in Markt, Innovation und Digitalisierung. Darüber hinaus sollen der Austausch von Talenten, Wissen und Technologien intensiviert, der kulturelle Dialog vertieft sowie gemeinsame Initiativen im Bereich der grünen und kohlenstoffarmen Entwicklung vorangetrieben werden. Ziel ist eine vertiefte, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit gegenseitigem Nutzen.
Suzhou schlägt laut Ji Hengyi die Brücke zwischen Tradition und Moderne: Als Vorreiter der chinesischen Öffnungspolitik verkörpere die Kulturmetropole Weltoffenheit und Kooperation. Die Stadt sei heute untrennbar mit den globalen Wertschöpfungs- und Innovationsnetzwerken verknüpft. Der deutsche Mittelstand bildet das Rückgrat von „Made in Germany“ und ist zugleich ein prägendes Element der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Suzhou und Deutschland. Die industriellen Strukturen von Suzhou und Deutschland ergänzen sich in hohem Maße, zugleich bestehen große Übereinstimmungen in den jeweiligen Entwicklungsansätzen, wodurch sich ein erhebliches Kooperationspotenzial ergibt. Suzhou wird sein Geschäftsumfeld weiter verbessern und umfassende, effiziente Dienstleistungen aus einer Hand anbieten. Ziel ist es, deutschen Unternehmen verlässliche Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Entwicklung zu bieten und ihnen eine langfristige Teilhabe an den entstehenden Marktchancen zu ermöglichen.
In seinem Grußwort würdigte Scharping die attraktiven Investitionsbedingungen in Suzhou und Taicang und plädierte für eine weitere Vertiefung und Ausweitung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen deutschen und chinesischen Unternehmen.
Während der Veranstaltung wurde zudem der Investitionsstandort Suzhou vorgestellt. Unternehmen aus Taicang sowie deutsche Teilnehmer präsentierten ihre Geschäftsmodelle und Kooperationsinteressen. In einer Podiumsdiskussion tauschten sich die Teilnehmenden über Erfahrungen mit grenzüberschreitenden Investitionen und der lokalen Entwicklung von mittelständischen Unternehmen aus.

Deutschland und China sind umfassende strategische Partner, deren Zusammenarbeit auf gegenseitigem Nutzen beruht. Dank der stabilen Entwicklung der bilateralen Beziehungen haben sich in Suzhou inzwischen nahezu 800 deutsche Unternehmen angesiedelt, die sich vor Ort dynamisch entwickeln. Nach 33 Jahren kontinuierlicher Zusammenarbeit mit Deutschland hat sich in Taicang ein Entwicklungsumfeld herausgebildet, das in den Bereichen Industrie, Stadtentwicklung und Kultur eng mit Deutschland verzahnt ist. Mit mehr als 560 deutschen Unternehmen, darunter über 60 sogenannte „Hidden Champions“, hat sich der Standort zu einem attraktiven Zentrum für Innovation und für hochqualifizierte internationale Fachkräfte entwickelt. Derzeit sind in Taicang über 560 deutsche Unternehmen ansässig, vorwiegend kleine und mittlere Unternehmen, darunter mehr als 60 sogenannte „Hidden Champions“.
Aufbauend auf den Standortvorteilen Suzhous im Bereich der wirtschaftlichen Öffnung baut Taicang die Zusammenarbeit mit Deutschland weiter aus und entwickelt gezielt Unterstützungsangebote für deutsche Unternehmen. Dazu gehören unter anderem eine koordinierte Justizservicestelle im Rahmen der sogenannten „Fünf-Instanzen-Kooperation“ sowie eine spezielle Polizeiservicestation (SEE) für deutsche Firmen. Ergänzend wurde auf Kreisebene eine Servicestelle zum Schutz geistigen Eigentums im Ausland eingerichtet. Zudem bietet ein „One-Stop“-Servicezentrum Unterstützung für ausländische Fachkräfte. Mit der „Hi Taicang“-Karte stehen integrierte Dienstleistungen etwa für Zahlungsverkehr, Mobilität und Unterkunft zur Verfügung. Die Maßnahmen zielen insbesondere darauf ab, kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu Dienstleistungen etwa im Bereich des geistigen Eigentumsschutzes und der Finanzierung zu erleichtern.