Der Fahrplan für Veikkaus nach der Ernennung eines neuen CFOs

Veikkaus beschleunigt weiterhin den Wandel im finnischen Glücksspielmarkt, während es sich auf die Umsetzung eines Mehr-Lizenz-Modells vorbereitet.

Obwohl der Marktstatus des Betreibers noch unklar ist, hat er in jüngster Zeit Schritte unternommen, um sein C-Level-Team durch die Amtsübernahme von Ilkka Kosola als neuer Chief Financial Officer ab September 2026 zu verstärken.

Derzeit Group-CFO der globalen Technologieunternehmens-Reaktor lobte Veikkaus Kosolas Erfahrung in „führen erfolgreicher strategischer Projekte und Transformationen“.

Olli Sarekoski, Chief Executive Officer und Präsident von Veikkaus, sagte: „Ilkkas breite und internationale Erfahrung bei der Führung von Finanz- und IT-Funktionen zusammen mit seiner bewährten Fähigkeit, Veränderungen anzustoßen und strategische Transaktionen umzusetzen, macht ihn zu einem hervorragenden Passgenuss für Veikkaus, als wir diese Phase großer Transformation durchlaufen.“

Mit einer weiteren Teilaufgabe im Griff, was wird als Nächstes für Veikkaus im Fokus stehen?

Alle Augen auf Juli 2027

Am wichtigsten für Veikkaus ist die Vorbereitung auf den Übergang von der Monopolstellung von Veikkaus zum konkurrierenden Lizenzsystem für Wetten, Online-Kasino und Online-Bingo ab dem 1. Juli 2027 in Finnland.

Sarekoski hat früher betont, dass Veikkaus bereit ist, internationale Konkurrenz innerhalb des fiktiven iGaming-Ekosystems Finnlands willkommen zu heißen, und das Wechseln als eine „große Chance“ für Veikkaus beschrieben.

„Veikkaus hat einen ausgezeichneten Ausgangspunkt für den Erfolg: starke Spieleprodukte, ein gut bekanntes und vertrautes Brand unter Finnen und qualifizierte Mitarbeiter“, sagte er in einer Mitteilung zur Gruppenbilanz von 2025.

Allerdings muss das operative Seiten der Organisation ihr Haus in Ordnung bringen, da sie versuchen muss, mit Betreibern zu konkurrieren, die erheblich mehr Erfahrung im Arbeiten in mehrlichtigen Rechtsgebieten haben werden.

Eines der Hauptziele der neuen Vorschriften ist es, Spieler wieder vom Schwarzmarkt abzuwenden, und es ist für Veikkaus von entscheidender Bedeutung, gut positioniert zu sein, um eine attraktive Option für Spieler zu sein, insbesondere da die Konsumenten eine Vielzahl von Optionen haben werden.

Zeit zum Börsengang?

Gemeinsam mit dem Navigieren der Übergangsphase geht die Debatte weiter darüber, ob die finnische Regierung Veikkaus öffentlich anbieten und Aktien in dem staatseigenen Unternehmen verkaufen wird.

Maija Strandberg, Leiterin der Eigenkapitalsteuerung in Finnland, hat mehrfach darauf hingewiesen, dass Veikkaus möglicherweise für eine solche Behandlung in Betracht gezogen werden könnte, um Staatseinnahmen wie die Postdienstleistung Finnlands zu generieren – Posti Oyj –, die 1,94 Mrd. Euro erhoben hat, als sie am Oktober 2025 an der Nasdaq Helsinki Stock Exchange notierte.

Veikkaus umfasst ein Technologieunternehmen, einen B2B-Anbieter, Fennica Gaming – einen B2B-Anbieter für internationale Märkte – und den Betreiber, der sich im neuen mehrlichtigen Markt engagieren wird.

Allerdings, da der Übergang zu einem Mehr-Lizenz-Modell nicht bis Juli 2027 stattfindet, betonte Strandberg, dass eine Entscheidung vor Ende des Jahrzehnts unwahrscheinlich ist, da Veikkaus „zeigen muss, dass es konkurrieren kann“ in Finnlands neuem Markt.

Gemeinsam mit den finanziellen Vorteilen haben Branchenexperten vorgeschlagen, dass eine öffentliche Emission von Veikkaus dem finnischen Glücksspielmarkt dient, indem der Staat sowohl vom Regulierung des Marktes als auch von der Konkurrenz darin getrennt wird.

Während einer Webinar-Veranstaltung der SBC im November argumentierte Antti Koivula, Chief Compliance Officer von Hippos ATG, dass es keinen strategischen Nutzen für den Staat gibt, Glücksspielbetreiber zu besitzen und sie sollten auf der Seite des Regulators bleiben.

„Sie sollten nicht gleichzeitig als Marktbote und als Marktteilnehmer agieren. Das würde nach Problemen fragen“, fügte er hinzu.