
(SeaPRwire) – Am 18. April unterzeichnete Präsident Donald Trump eine Exekutivanordnung, die darauf abzielt, die Entwicklung von psychedelischen Drogen als medizinische Behandlungen zu beschleunigen. Die Anordnung fordert die Food and Drug Administration (FDA) auf, Psychedelika, die bestimmte Kriterien erfüllen, eine beschleunigte Prüfung zu gewähren. Sie fordert auch das Department of Health and Human Services auf, 50 Millionen Dollar bereitzustellen, um Investitionen der Bundesstaaten in die Erforschung von Psychedelika als Behandlungen für psychische Erkrankungen zu verdoppeln.
Viele Psychedelika, darunter LSD, MDMA (bekannt als „Molly“) und Psilocybin, sind auf Bundesebene verboten. Forschungsergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass einige dieser Substanzen bei der Linderung von therapieresistenter Depression und PTBS, unter anderem, helfen könnten. Während die neue Exekutivanordnung die Nachweise zu Sicherheit und Wirksamkeit, die die FDA benötigt, nicht grundlegend ändert, sagen Experten, es handle sich um einen symbolischen Akt, der die ungewöhnliche Offenheit der Regierung signalisiert, kontrollierte Substanzen als potenzielle Behandlungen in Betracht zu ziehen.
„Dass Psychedelika im Oval Office erwähnt werden und von einem Präsidenten solch priorisierte Aufmerksamkeit erhalten, ist ziemlich beispiellos“, sagt Mason Marks, Senior Fellow des Project on Psychedelics Law and Regulation am Petrie-Flom Center der Harvard Law School. Die Substanzen standen natürlich vor mehr als einem halben Jahrhundert deutlich im öffentlichen Rampenlicht, als der damalige Präsident Richard Nixon sie im Rahmen seines ‚Kriegs gegen Drogen‘ verbot. Doch Trumps Ankündigung schlug einen ganz anderen Ton an. „Kann ich bitte etwas haben?“, scherzte er während der Veranstaltung.
Was bedeutet das für Psychedelika als Behandlungen?
Es war nicht immer einfach, Forschung zu den medizinischen Anwendungen von Psychedelika durchzuführen; ebenso wenig, eine praktische, evidenzbasierte Therapie mit Psychedelika zu etablieren. Vor zwei Jahren lehnte die FDA einen Antrag auf Zulassung von MDMA als Behandlung für PTBS ab und forderte weitere Studien. Ende letzten Jahres entschied sich die FDA dagegen, der synthetischen Psilocybin-Behandlung von Compass Pathways für schwere Depressionen eine beschleunigte Prüfung zu gewähren, berichtete STAT.
Doch diese neue Exekutivanordnung ist positive Nachrichten für die aufkeimende Industrie. „Wir sind sehr erfreut zu sehen, dass die Grundlage für die Exekutivanordnung der Bedarf war, neue Behandlungsoptionen zu Patienten zu bringen, die sie dringend benötigen“, sagt Kabir Nath, CEO von Compass Pathways, gegenüber TIME.
„Es repräsentiert wirklich einen Wandel der Einstellungen gegenüber Psychedelika, und das könnte in Zukunft eine viel größere Wirkung haben“, sagt Marks. Er verweist auf die 50 Millionen Dollar an Matching Funds als interessante Entwicklung. In Bundesstaaten, in denen Gesetzgeber bei einem Gesetz zur Unterstützung der Psychedelika-Forschung unentschlossen sein könnten, „könnten sie dies als Zeichen günstiger bundesstaatlicher Bedingungen sehen, die sie ein wenig besser über ein Voranschreiten fühlen lassen.“
Auf der anderen Seite: Besteht die Möglichkeit, dass unter Druck des Weißen Hauses Behandlungen zugelassen werden könnten, die es nicht sollten? „Das ist eine Sorge. Das wäre für niemanden gut“, sagt Marks. „Es könnte den bisher erzielten Fortschritt wirklich zurückwerfen.“
Was ist Ibogain, und warum erwähnte Trump es?
Präsident Trump sagte, die Anordnung sei durch Gespräche mit dem Podcast-Moderator Joe Rogan, der bei der Unterzeichnung der Exekutivanordnung anwesend war, über Ibogain angeregt worden. Diese psychedelische Droge, die aus der Wurzel eines afrikanischen Strauchs gewonnen wird, wurde auf ihr Potenzial hin untersucht, bei der Behandlung von PTBS und traumatischen Hirnverletzungen, unter anderem, zu helfen.
Ibogain kann jedoch tödliche Herzrhythmusstörungen verursachen, und die Forschung daran wurde in den USA in den 1990er Jahren eingestellt. Studien anderswo auf der Welt, auch in Mexiko, wo Ibogain-Kliniken betrieben werden, waren relativ klein.
Ibogain verdankt seinen plötzlichen Aufstieg zu nationaler Sichtbarkeit einer lautstarken Gemeinschaft von Aktivisten. „Die Befürworter der Ibogain-Behandlung haben wirklich viel Besorgnis für Veteranen aufgegriffen, und es gibt einen sehr realen Bedarf“, sagt Marks. „Hoffentlich kommt etwas sehr Positives, Hilfreiches und Nützliches dabei heraus.“
Was wird diese Exekutivanordnung ändern?
Das Weiße Haus hat die FDA aufgefordert, ihre Aufmerksamkeit darauf zu richten, zu bestimmen, welche Psychedelika Gutscheine für eine beschleunigte Prüfung auf dem Weg zur Zulassung erhalten könnten. Die Hersteller dieser Substanzen hätten die Möglichkeit, ihre Dossiers mit unterstützenden Nachweisen innerhalb von 1 oder 2 Monaten von den Aufsichtsbehörden prüfen zu lassen, anstatt der für den FDA-Zulassungsprozess typischen 6 bis 12 Monate.
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