Zusammenfassung
- OpenAI hat ein 13-seitiges Strategiepapier für eine Welt mit superintelligenter KI veröffentlicht
- CEO Sam Altman schlägt einen staatlichen Wohlfahrtsfonds vor, der jedem Amerikaner eine Beteiligung am KI-Wachstum ermöglicht
- Der Plan sieht Steuern für Unternehmen vor, die Arbeitskräfte durch Automatisierung ersetzen
- OpenAI schlägt vor, eine Vier-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich zu testen
- Altman warnt, dass Cyberangriffe und Biowaffen die unmittelbarsten KI-Bedrohungen sind
(SeaPRwire) – OpenAI hat ein 13-seitiges Grundsatzdokument veröffentlicht, das darlegt, wie Regierungen auf den Aufstieg superintelligenter KI reagieren sollten. Der Bericht mit dem Titel „Industrial Policy for the Intelligence Age“ wurde veröffentlicht, während sich der Kongress auf die Debatte über die KI-Gesetzgebung vorbereitet.
CEO Sam Altman bezeichnete das Dokument als Ausgangspunkt für eine Debatte, nicht als festgeschriebenes Rezept. Er sagte, das Ausmaß der durch KI kommenden Veränderungen sei mit der Progressive Era und dem New Deal vergleichbar.
Das Dokument behandelt Steuern, Sozialleistungen für Arbeitnehmer, soziale Sicherungssysteme und Maßnahmen für den Fall, dass KI-Systeme unkontrollierbar werden.
Einer der am meisten diskutierten Vorschläge ist ein nationaler öffentlicher Wohlfahrtsfonds. OpenAI schlägt vor, diesen teilweise mit Beiträgen von KI-Unternehmen zu finanzieren. Der Fonds würde in KI-Firmen und andere Unternehmen investieren, die die Technologie einsetzen, und die Erträge dann direkt an die amerikanischen Bürger ausschütten.
Die Idee ähnelt dem Permanent Fund von Alaska, der den Einwohnern des Bundesstaates jährliche Dividenden aus Öleinnahmen auszahlt.
Robotersteuern und Arbeitnehmerschutz
OpenAI bringt zudem die Idee ins Spiel, Unternehmen zu besteuern, die menschliche Arbeitskräfte durch automatisierte Systeme ersetzen. Die Begründung ist einfach: Wenn KI die Lohnsummen verringert, sinken auch die Steuereinnahmen, die Programme wie Social Security, Medicaid und Nahrungsmittelhilfe finanzieren.
Um das Defizit auszugleichen, schlägt das Dokument vor, die Steuerlast stärker auf Unternehmenseinkommen und Kapitalerträge zu verlagern.
In Bezug auf Arbeitnehmerleistungen schlägt OpenAI eine stärkere Arbeitslosenversicherung, ein erweitertes Medicaid und übertragbare Leistungen vor, die den Arbeitnehmern von Job zu Job folgen, anstatt an einen einzigen Arbeitgeber gebunden zu sein.
Das Unternehmen schlägt außerdem vor, Pilotprojekte für eine 32-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich durchzuführen und bezeichnet dies als „Effizienzdividende“ aus KI-gesteuerten Produktivitätsgewinnen.
Bedrohungen, die laut Altman bereits nah sind
Altman sagte gegenüber Axios, dass die zwei unmittelbarsten Gefahren durch fortgeschrittene KI Cyberangriffe und Biowaffen seien.
Er sagte, es sei „absolut möglich“, dass innerhalb des nächsten Jahres große Cyber-Bedrohungen entstehen. Er räumte auch ein, dass KI-Modelle von böswilligen Akteuren genutzt werden könnten, um neuartige Krankheitserreger zu erschaffen, und nannte dies etwas, das „nicht mehr theoretisch“ sei.
Das Strategiepapier enthält einen Abschnitt über „Eindämmungs-Szenarien“ für Fälle, in denen gefährliche KI-Systeme autonom werden und in der Lage sind, sich selbst zu replizieren.
Die von OpenAI vorgeschlagene Reaktion sieht eine staatliche Koordinierung vor, anstatt nur Maßnahmen der Industrie.
Das Dokument sieht zudem automatische Auslöser für soziale Sicherungssysteme vor. Wenn die KI-bedingte Verdrängung von Arbeitsplätzen vordefinierte Schwellenwerte erreicht, würden Leistungen wie Arbeitslosengeld und Lohnversicherung automatisch steigen und dann auslaufen, wenn sich die Bedingungen verbessern.
OpenAI gibt an, ein neues Büro in Washington zu eröffnen und Forschungsstipendien zu finanzieren, um diese politischen Gespräche zu unterstützen.
Chris Lehane, Chief Global Affairs Officer von OpenAI, sagte, dass sowohl Demokraten als auch Republikaner von Wählern hören, die besorgt über Arbeitsplatzverluste durch KI sind.
Das Unternehmen hat sich der Position der Trump-Regierung angeschlossen, wonach eine begrenzte Regulierung erforderlich ist, um die Vereinigten Staaten bei der KI-Entwicklung vor China zu halten.
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