
Eine bedeutende Untersuchung in Chile, die eine Überprüfung von Informationen zwischen öffentlichen Stellen umfasste, ergab, dass Hunderte von Beamten, die öffentliche Gelder verwalten oder sichern, potenziell eine Regel verletzt haben, die ihnen das Glücksspiel in Casinos verbietet.
Die Details kamen nach einem neuen Bericht des Rechnungshofs der Republik (Comptroller General of the Republic – CGR) vom 23. März, der im Twentieth Consolidated Circularised Information Report veröffentlicht wurde, ans Licht.
Es gab angeblich übereinstimmende Aufzeichnungen, wonach Beamte aufgrund ihrer Verantwortung für staatliche Ressourcen eine Kaution hinterlegen mussten. Mit Casino-Kundendaten, die von der Superintendencia de Casinos de Juego (SCJ) bereitgestellt wurden, wurden 910 Personen identifiziert, die zwischen Januar 2024 und Juni 2025 in diesen Lokalen Wetten platziert haben. Der Gesamteinsatz übersteigt 11,49 Milliarden Pesos.
Das Gesetz 19.995 enthält jedoch Artikel 10(b), der besagt, dass „diejenigen, die aufgrund ihrer Position für die Verwaltung oder Verwahrung öffentlicher Gelder verantwortlich sind, unter keinen Umständen, weder direkt noch über Dritte, an irgendeiner Form von Glücksspiel in Casinos teilnehmen dürfen.“
Die lokale Presse erklärte: „Der Grund für dieses Verbot ist der Schutz kollektiver Ressourcen und die Verhinderung, dass Personen mit solchen Verantwortlichkeiten Umgebungen ausgesetzt werden, die ihre Pflichten beeinträchtigen könnten.“
In dem Bericht wurde detailliert dargelegt, dass die Regel systematisch verletzt wurde. Von den 910 beteiligten Beamten entfallen auf 181 Personen 96,8 Prozent des gesamten Wetteinsatzes – mehr als 11,118 Milliarden Pesos. Unter ihnen entfallen auf 20 Personen 5,392 Milliarden Pesos, und ein Mitglied der chilenischen Luftwaffe sticht hervor, da es 1,04 Milliarden Pesos verspielt hat. In diesen Fällen stimmen die Beträge nicht mit den Gehaltsniveaus der Personen überein.
Angesichts dieser Zahlen warnt die Aufsichtsbehörde, dass es sich hierbei möglicherweise nicht mehr nur um eine administrative Angelegenheit handelt. „Die Höhe der von den Personen mit den höchsten Einsätzen getätigten Wetten lässt die Möglichkeit von Straftaten vermuten“, erklärte der CGR und kündigte eine Untersuchung an.
„Diese Stellen müssen alle Zweifel bezüglich des Verhaltens der untersuchten Personen klären und die entsprechenden Sanktionen verhängen, die auch die Entlassung umfassen können“, so die Behörden.
Darüber hinaus wird der CGR die Liste der 910 beteiligten Personen an die SCJ senden, damit diese „ihre Aufsichts- und Sanktionsbefugnisse gegenüber den Betreibern ausüben kann.“