Unternehmen wählen Effizienz über ehrgeizige Klimaziele

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(SeaPRwire) –   Schon wenige Minuten lang auf der diesjährigen GreenBiz-Konferenz war es schwer, nicht von der Geschäftslogik der Nachhaltigkeit zu sprechen. Zeit und Zeit again wiederholten die Führungskräfte, dass die Bemühungen zur Emissionsreduzierung gleichzeitig den Verbrauch senkten, die Kosten senkten und dauerhafte Effizienzgewinne erzielten.

Es ist ein völlig vernünftiger Vorschlag. Im Vergleich zu der Nachhaltigkeitsideologie von nur wenigen Jahren zurück ist er auch viel bescheidener, als damals Unternehmen die grüne Transformation als das Wachstumsmärchen des 21sten Jahrhunderts proklamierten.

In mancher Hinsicht war eine Neubewertung notwendig. Im Höhepunkt des ESG-Investierens strömten Billionen in Projekte mit der Hoffnung auf enorme Renditen, aber ohne einen klaren Plan. Präzision ist wichtig, aber indem man die Geschäftslogik von Klimaschutz und Nachhaltigkeit um Effizienz neu formt, besteht die Gefahr, dass Unternehmen die Begeisterung und das Kapital, die mit Wachstum verbunden sind, verpassen.

Während der GreenBiz-Konferenz in Phoenix zogen die Sustainability-Manager mit der Frage, welche Rolle sie in Zeiten des Regierungsruckstands gegen die Klimaschutzbemühungen und der Priorisierung anderer Themen von der Öffentlichkeit einnehmen sollten. Viele Manager sagten mir, dass ihre Arbeit zunehmend auf die Einhaltung zahlreicher Vorschriften und Richtlinien fokussiert sei. Trotz dem Rückzug der US-Regierung verfolgen andere Länder und einige US-Bundesstaaten weiterhin eine Reihe von Klimaregelungen. Einige sprachen von der Sorge um das Schrumpfen der Sustainability-Teams, da die CEOs andere Themen priorisierten. Fast alle sagten, dass sie durch die Suche nach Möglichkeiten, die Kosten für das Unternehmen zu senken, weiterhin Fortschritte bei der Klimapolitik erzielen konnten.

Die Effizienzsteigerung ist ein notwendiger Bestandteil der Entkopplung von Kohlenstoff, aber wenn Sustainability-Spezialisten über die Zukunft ihrer Positionen und ihres Fachgebiets nachdenken, müssen sie herausfinden, wie Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu einem lockeren Wachstumschancen werden können, nicht nur zu marginalen Effizienzgewinne.

Vielleicht gibt es kein deutlicher Indikator für die existentiellen Fragen, die für Sustainability-Manager immer noch relevant sind, als die auf der Bühne geführte Debatte, ob die Rolle des Chief Sustainability Officers (CSO) inzwischen irrelevant geworden ist. Im Zentrum der Debatte stand nicht, ob Nachhaltigkeit wichtig ist. Das galt als selbstverständlich. Stattdessen drehte sich die Diskussion weitgehend um die Frage, ob die Nachhaltigkeit am besten in einer eigenen Abteilung angesiedelt sein sollte oder ob jeder – von der Finanz- bis zur Strategieabteilung – selbst für die Nachhaltigkeit verantwortlich gemacht werden muss.

Ausgehend von der Reaktion der Zuschauer gewann die Partei, die behauptete, dass CSOs weiterhin relevant sind, mit großer Mehrheit. Die überzeugendste Argumentation war, dass jemand innerhalb des Unternehmens bereit und in der Lage sein muss, die Argumentation bei anderen Teilen der Organisation zu vertreten. „Der CSO fungiert als Kompass“, sagte Olubamise Onabanjo, Managerin für Nachhaltigkeitsberichte bei E.L.F. Beauty, von der Bühne aus.

Aber in welche Richtung zeigt der Kompass?

Es gibt eine harte Wahrheit, mit der viele Führungskräfte hinter den Kulissen kämpfen: In vielen Fällen ist die Geschäftslogik für große, wachstumsorientierte Investitionen nicht unmittelbar klar. Eine Studie der Conference Board aus dem Januar zeigte, dass die Mehrheit der CEOs weltweit weiterhin sagt, dass sie Nachhaltigkeit priorisieren, aber dass sie die Verbrauchsminderung und Effizienz als ihre wichtigsten Ansätze zur Bewältigung der Frage sehen. Die Nachhaltigkeit der Lieferkette und die Innovation grüner Produkte stehen tiefer im Rang.

Jesper Brodin, der ehemalige CEO der Ingka Group, der wichtigsten Betreiber von IKEA-Geschäften, sagte mir Anfang dieses Monats, dass die Effizienzrendite aus Nachhaltigkeitsinvestitionen in allen Branchen leicht zu erkennen sei. „Es hat einen großen Einfluss auf Ihre Kosten“, sagte er. „Der wirtschaftliche Nutzen einer klimafreundlichen Transformation hängt etwas von der Art des Unternehmens ab.“

Zu den interessantesten Momenten in Phoenix gehörten die Gespräche mit Führungskräften, die argumentierten, dass Nachhaltigkeit Wachstum und Innovation antreiben kann. Führungskräfte von konsumentenorientierten Unternehmen wiesen wiederholt mit Bewunderung auf Amazon hin, dass Produkte, die als „Climate Pledge Friendly“ markiert waren, was bedeutet, dass sie bestimmte Nachhaltigkeitskriterien erfüllten, sofort einen Umsatzanstieg von 14 % verzeichneten, nachdem sie markiert wurden. Mit anderen Worten: Investitionen in Nachhaltigkeit können das Unternehmenswachstum antreiben.

Vielleicht gibt es kein besseres Beispiel dafür, wie eine Entkopplungsinnovation schließlich zu einem Wachstumsmotor wird, als in der Energiebranche. Vor einer Generation beruhte die Geschäftslogik für Energiequellen wie Solarenergie und Technologien wie Batteriespeicher größtenteils auf vagen Vorstellungen von kommenden regulatorischen Risiken und der Notwendigkeit der Energieversorgungssicherheit. Der Weg war viel windiger als erwartet, aber heute werden die Renditen realisiert, da die Kosten dieser Technologien gesunken haben und die Nachfrage nach Strom wächst.

Realistisch gesehen sind große Unternehmen risikoavers. Investitionen erfordern eine gewisse Renditegewährleistung. Aber Effizienz allein mag nicht genügen, um die Nachhaltigkeit wieder an die Spitze der Geschäftslogik zu bringen.

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