Marvell (MRVL) Aktie: Ein Schlüsselfaktor für AI-Infrastruktur jenseits von Nvidia

TLDR

  • Marvell meldete einen Rekordumsatz von 8,195 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr 2026, ein Anstieg von 42 % gegenüber dem Vorjahr
  • Der Umsatz im vierten Quartal erreichte 2,219 Milliarden US-Dollar, ebenfalls ein Rekord, angetrieben durch einen Anstieg der Rechenzentrumsverkäufe um 46 %
  • Google soll Berichten zufolge in Gesprächen mit Marvell sein, um zwei auf KI fokussierte Chips zu entwickeln, darunter ein neues TPU-bezogenes Design
  • Marvell verkaufte seine Automotive-Ethernet-Sparte für 2,5 Milliarden US-Dollar an Infineon und erwarb Celestial AI und XConn, um seinen Fokus auf KI-Infrastruktur zu schärfen
  • MRVL wird bei etwa dem 32,7-fachen der Gewinne mit einer Marktkapitalisierung von fast 80,8 Milliarden US-Dollar gehandelt; der Analystenkonsens liegt bei „Moderate Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von ca. 121,06 US-Dollar

(SeaPRwire) –   Marvell Technology hat sich im Hintergrund des KI-Booms still und leise aufgebaut. Während Nvidia die Schlagzeilen beherrscht, hat Marvell Erfolge bei kundenspezifischen Chips, optischen Netzwerken und Rechenzentrums-Konnektivität erzielt. Jetzt beginnt der Markt, aufmerksam zu werden.

Marvell Technology, Inc., MRVL
MRVL Stock Card

Das Unternehmen verzeichnete im Geschäftsjahr 2026 einen Rekordumsatz von 8,195 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 42 % gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz im vierten Quartal belief sich auf 2,219 Milliarden US-Dollar, ebenfalls ein Rekord. Das verwässerte Non-GAAP-EPS für das Gesamtjahr lag bei 2,84 US-Dollar.

Die Nachfrage nach Rechenzentren war der Motor hinter diesen Zahlen. Marvell gab an, dass der Umsatz im Rechenzentrumssegment im Geschäftsjahr 2026 um 46 % wuchs, während Kommunikations- und andere Endmärkte weitere 31 % beitrugen. Das ist kein einmaliger Anstieg – es deutet darauf hin, dass sich das Unternehmen im Laufe der Zeit stärker in die KI-Infrastruktur integriert.

Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 prognostizierte Marvell einen Umsatz von etwa 2,4 Milliarden US-Dollar, was darauf hindeutet, dass die Dynamik nicht nachgelassen hat.

Kundenspezifische Chips sind die größere Chance

Die Geschichte der kundenspezifischen Chips wird interessant. Cloud-Giganten entwerfen zunehmend ihre eigene KI-Hardware, anstatt sich ausschließlich auf Standardprozessoren zu verlassen. Marvell positioniert sich als wichtiger Partner bei diesem Wandel.

Reuters berichtete im März, dass Marvells optimistischer mehrjähriger Ausblick mit einer starken Nachfrage nach kundenspezifischen KI-Chips von großen Cloud-Kunden zusammenhängt. Am 20. April 2026 berichtete Reuters dann, dass Alphabet’s Google in Gesprächen mit Marvell sei, um zwei auf KI fokussierte Chips zu entwickeln – darunter eine Speicherverarbeitungseinheit und ein neues TPU-bezogenes Design.

Sollte dies bestätigt werden, wäre das ein großer Erfolg. Es passt auch zu einem breiteren Muster, bei dem Hyperscaler ihre Siliziumstrategien diversifizieren und Marvell immer wieder als Name im Spiel auftaucht.

Das Unternehmen hat bereits einen „Moderate Buy“-Konsens auf MarketBeat, mit 2 „Strong Buy“-, 27 „Buy“- und 8 „Hold“-Ratings von Analysten.

Neuausrichtung des Portfolios

Marvell ist nicht nur gewachsen – es hat sich auch neu aufgestellt. Das Unternehmen verkaufte sein Automotive-Ethernet-Geschäft für 2,5 Milliarden US-Dollar in bar an Infineon, ein Schritt, der die Weichen stellte und den Fokus auf die Kern-Dateninfrastruktur schärfte.

Nach Abschluss des Geschäftsjahres schloss Marvell die Übernahmen von Celestial AI und XConn ab. Das Management sagte, beide Deals würden seine Strategie für die nächste Generation von KI- und Cloud-Rechenzentrums-Interconnects beschleunigen.

Dieser Fokus auf Konnektivität ist wichtig. Wenn KI-Cluster skaliert werden, wird die effiziente Datenübertragung zwischen Prozessoren, Racks und Speicher genauso entscheidend wie die Chips selbst. Marvell versucht, auch diese Schicht zu beherrschen.

MRVL wird nun bei etwa dem 32,7-fachen der Gewinne mit einer Marktkapitalisierung von fast 80,8 Milliarden US-Dollar gehandelt.

Das durchschnittliche 12-Monats-Analysten-Kursziel liegt bei etwa 121,06 US-Dollar – was, basierend auf den jüngsten Handelsniveaus, darauf hindeutet, dass die Aktie bereits über das hinausgegangen ist, wo viele Modelle sie bewertet hatten.

Die jüngste Entwicklung bleibt der Reuters-Bericht vom 20. April 2026, der auf aktive Google-Chip-Gespräche hinweist – ein potenzieller Katalysator, der noch nicht vollständig in die Analystenmodelle eingepreist wurde.

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