ECB stellt Appia-Roadmap vor, um Europas tokenisierte Märkte voranzutreiben

TLDR

  • Die EZB startet Appia, um die Infrastrukturen für tokenisierte Märkte in Europa zu steuern.
  • Das DLT-Abwicklungssystem Pontes verbindet Zentralbankgeld mit tokenisierten Netzwerken.
  • Die Appia-Roadmap unterstützt Marktinnovationen, Wettbewerb und Interoperabilität.
  • Interessengruppen können bis zum 22. April über eine Online-Umfrage Feedback geben.
  • Der Entwurf für die tokenisierten Märkte Europas wird für 2028 erwartet.

(SeaPRwire) –   Die Europäische Zentralbank hat die Appia-Roadmap veröffentlicht, um tokenisierte Großhandelsmärkte in ganz Europa zu etablieren. Die Roadmap konzentriert sich auf den Aufbau eines Finanzökosystems, das auf Zentralbankgeld basiert. Sie stellt Pontes vor, die DLT-Abwicklungslösung, deren Start für das dritte Quartal 2026 geplant ist.

Appia skizziert einen strategischen Rahmen zur Unterstützung von Marktinnovationen und Interoperabilität. Die Initiative wird Zentralbanksysteme mit Marktinfrastrukturen verbinden. Die EZB zielt darauf ab, das europäische Zahlungs- und Wertpapierumfeld durch Appia zu stärken.

Die Roadmap fordert Feedback von öffentlichen und privaten Teilnehmern, um ihr Design zu verfeinern. Interessengruppen können ihre Antworten bis zum 22. April über eine Online-Umfrage einreichen. Appia wird die Entwicklung von Infrastrukturen für tokenisierte Märkte in den kommenden Jahren leiten.

Pontes-Abwicklungssystem unterstützt Zentralbankgeld

Pontes ist die operative DLT-Lösung im Rahmen der Appia-Roadmap. Sie ermöglicht die Abwicklung von Transaktionen auf tokenisierten Netzwerken mit Zentralbankgeld. Bis zum dritten Quartal 2026 wird Pontes mit den TARGET-Diensten des Eurosystems verbunden sein.

Zu den TARGET-Diensten gehören TARGET2 für Großwertzahlungen, T2S für Wertpapierabwicklungen und TIPS für Sofortzahlungen. Pontes wird die Interoperabilität zwischen diesen Systemen und den DLT-Marktinfrastrukturen ermöglichen. Diese Verbindung zielt darauf ab, die Effizienz zu steigern und die Abwicklungsrisiken in den europäischen Märkten zu reduzieren.

Die Abwicklungslösung unterstützt auch die Bereitstellung von Smart Contracts für tokenisierte Vermögenswerte. Pontes bildet das zentrale technische Rückgrat des Appia-Ökosystems. Sein Start markiert einen wichtigen Meilenstein in der langfristigen Tokenisierungsstrategie des Eurosystems.

Appia-Roadmap stärkt den Entwurf für Europas tokenisierte Märkte

Appia bietet eine langfristige strategische Vision für das tokenisierte Finanzökosystem Europas. Sie integriert öffentliche und private Interessengruppen, um Wettbewerb und Innovation zu fördern. Die Roadmap wird einen Entwurf für tokenisierte Märkte hervorbringen, der für 2028 erwartet wird.

Die EZB hat Appia so konzipiert, dass Zentralbankgeld der Anker des Finanzsystems bleibt. Die Strategie schützt die Geldpolitik, die Zahlungssysteme und die Finanzstabilität. Appia fördert auch gemeinsame Infrastrukturstandards, um die Fragmentierung auf den europäischen Märkten zu reduzieren.

Die Initiative baut auf explorativen Arbeiten aus dem Jahr 2024 auf und erweitert sich auf die praktische Umsetzung. Appia berücksichtigt technologische, marktbezogene, wirtschaftliche und geopolitische Faktoren für den DLT-Einsatz. Das Feedback von Interessengruppen wird seine Entwicklung prägen und die Widerstandsfähigkeit des europäischen Marktes verbessern.

Appia betont gemeinsame Standards, europäische Governance und die Integration mehrerer miteinander verbundener Netzwerke. Seine Einführung unterstützt ein wettbewerbsfähiges, innovatives und strategisches europäisches Finanzökosystem. Die EZB wird Appia parallel zu den digitalen Euro-Projekten weiterentwickeln und so von Zentralbanken gestützte tokenisierte Märkte stärken.

 

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